„Wer Klavier spielt, hat Glück bei den Frauen
Erntedanksagung mit Tango und Walzer / Seniorinnen feiern in der DRK-Begegnungsstätte
Von unserer Mitarbeiterin Edith Labuhn
AUMUND-HAMMERSBECK. Es ist die Zeit der Erntedank- und Freimarktsfeste. So auch in der DRK-Begegnungsstätte Au-mund-Hammersbeck. Rund 30 Senioren, zu­meist Stammbesucherinnen, sind der Einla­dung gefolgt, alle haben sich eingestellt auf einen fröhlichen Nachmittag mit flotter Mu­sik. Und sie werden nicht enttäuscht.
„Ich begrüße alle Gäste und besonders den einzelnen Herrn." Das tut Dieter Lud­wig Stahl dann tatsächlich, mit freundli­chem Handschlag. „Hallo Klaus. Ich bin Die­ter. " Umstandslos sucht und findet der Enter­tainer aus Stuhr-Brinkum den Kontakt mit seinem Publikum. Und dann setzt er sich erstmal mit an den Tisch, um sich mit Berli­nern und Kürbisbrot zu stärken.
Die Damen nehmen ihn freundlich in ih­rer Runde auf. „Guck' mal, was für 'n interes­santen Binder der hat..." Darauf zu sehen ist ein Stück Klavier-Tastatur nebst hüpfen­den Noten. Rita Scheinert fängt spontan an zu singen „Man müsste Klavier spielen kön­nen ..." - „... wer Klavier spielt hat Glück bei den Frauen", fällt Stahl in ihren Gesang mit ein. „Das kommt später auch noch."
Und schon springt er auf, um zum Tanz aufzuspielen. Denn tanzen wollen sie alle gerne, auch wenn es erheblich an den Her­ren mangelt. „Die sind wohl alle in der Kneipe zum Knobeln", wird gemutmaßt. Macht aber nichts, schließlich sind Anita und Erna ein eingespieltes Tango-Paar und auch Grete lässt sich mit ihren über 90 Jah-rpn nprne zu einem flotten Walzer auffor-
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Da steppt der Tanzbär: Dieter Ludwig Stahl mit Werder-Schal munter vorneweg animiert aus­nahmslos alle Gäste zur ausgelassenen Polonaise.                                              ELA/FOTO: labuhn
dem. Ruckzuck ist die Tanzfläche im Gro­ßen Saal gut gefüllt.
Mittendrin schwoft Heike Bahr, die Leite­rin der Begegnungsstätte, und freut sich an der glücklichen Wahl des Unterhaltungs­künstlers. „ Der Ältestenrat hat den mal gese­hen und die waren total begeistert von ihm." Weil der „zu 95 Prozent Ihre Musik­wünsche erfüllen" kann, ist auch alsbald vielstimmiger Gesang zu hören. Firm in Text und Melodie sind die Besucheerinnen
vom offenen Singen jeden Donnerstagnach­mittag in der Begegnungsstätte.
„Na, der ist ja wirklich drollig", amüsiert sich eine Tänzerin über lockere Sprüche und kleine Show-Einlagen. Und damit auch wirklich alle in Bewegung kommen, stellt Dieter Ludwig Stahl die Rhythmus-Ma­schine an, greift zum Handmikrofon und stimmt die Werder-Polonaise an: „Wo die Weser einen weiten Bogen macht...", da machen wirklich alle mit.